In den letzten Tagen kam eine ganze Reihe von Blogposts auf in welchen sich Blogger über versteckte iFrames auf Webseiten und Blogs aufregen.
Was ist geschehen? Eigentlich nichts was nicht schon immer so ist.
Einige Webmaster bauen einen 1×1 Pixel großen iFrame mit einer Refferal URL im src Attribut in ihre Webseite ein. Das bedeutet das bei jedem Aufruf der entsprechenden Webseite die “beworbene” Webseite automatisch mitaufgerufen wird und daher einen Cookie mitsamt Referal-ID auf dem Rechner des Besuchers hinterlässt. Kauft oder bucht der Besucher nun innerhalb der Cookie-Lifetime etwas beim entsprechenden Anbieter so wird dies dem Account des Cookiespreaders gutgeschrieben und dieser freut sich über zusätzlichen Umsatz.
Diese Art des Cookie streuens ist weder neu noch sonderlich raffniert. Ich kenne gut ein Dutzend Webseiten welche auch in der SEO-Scene gern besucht werden die nach genau diesem Prinzip monetarisiert werden. Ein wirkiches Problem sehe ich da nicht.
Streue ich nun beispielsweise einen Cookie von eBay (nicht machen, das ist böse und kein Tipp :-)) und genau du kommst auf meine Webseite so hast du halt meinen Cookie auf dem System. Schaden hast du daran nicht. Kaufst du dann innerhalb von 3 Tagen bei eBay etwas, soerhalte ich pro Gebot € 0,10 und pro Sofortkauf € 0,25.
Warum regen sich nun alle über uralte Tricks auf? Vor allem dieses stadtliche Blog scheint sich gehörig darüber aufzuregen. Leider hat der Autor sich die Webseite nicht genau angesehen sonst hätte er die Logos am rechten Seitenrand bemerkt. Für eine größere Sauerei halte ich zumindest so offen einen anderen Webmaster anzugehen und die Sache auch noch dem Affiliate-Netzwerk zu petzen.
Wer online Geld verdienen will, nutzt eben Cookies! Was soll der Geiz also?

August 18th, 2007 at 14:30
Endlich ein Beitrag, der das wichtigste erwähnt hat:
1) Das ist wirklich ein sehr sehr alter Trick !!!
2) Ich mag petzten auch nicht
August 18th, 2007 at 15:29
3) Und plenken mag ich auch nicht !!! (;
August 18th, 2007 at 15:47
Richtig, wir wollen doch alle Geld verdienen also was solls.
Indirekt könnt man natürlich sagen das es Betrug ist, wenn der User vll. irgendwann später über einen anderen Affiliate auf die Seite geht und was kauft aber naja.
Genau so könnt man sich dann über die Layer aufregen die ja auch durch den Aufruf nen Cookie setzten und damit evtl. den eigentlichen Webmaster ne Provision klauen.
August 18th, 2007 at 16:02
Wenn der User hinterher über einen anderen Affiliate-Link die Seite betritt, wird der Cookie überschrieben und gut ist
August 18th, 2007 at 18:28
Was Du übersiehst ist, daß Du damit den Cookie eines anderen überschreibst.
(zumindest könntest). Letztlich betrügst Du damit also andere Seitenbetreiber.
Sicher gibt es Leute die vor sich selbst alles rechtfertigen können was Geld bringt.
Das muss aber nicht jeder so sehen….
August 18th, 2007 at 18:43
Den Cookie eines anderen überschreiben? Das klingt wie bei Hunden welche pinkelnder Weise ihr Revier markieren. So läufts aber nicht. Ein Autoverkäufer unterbietet die Preise der Konkurenz und überschreibt dadurch den Cookie der Konkurenz.
Da heisst es frei Marktwirtschaft :-)
Mal ehrlich, hättest du die Möglichkeit dadurch nen Haufen Geld zu machen, und ebenfalls die Möglichkeit deinen Cookie nur dann zu setzen wenn noch keiner vorhanden ist. Würdest du von dieser Möglichkeit gebrauch machen?
Wer eine Webseite optimiert der freut sich bei guten Keys über jeden gewonnen Platz und schämt sich nicht für denjenigen der von diesem Platz verdrägt wurde :-)
Einfach mal drüber nachdenken :-)
August 18th, 2007 at 20:20
Hier steht aber, dass man es nicht darf…
http://ui.zanox-affiliate.de/b....._16774_112
Wie siehts jetzt aus kann man es riskieren oder ist es streng verboten bei zanox? Muss ich Angst um meine Provisionen haben oder vor einer Abmahnung?
August 20th, 2007 at 22:02
Juicy: was bitte ist denn “plenken”?
August 20th, 2007 at 23:04
Es ist eigentlich schon verboten, aber wer merkts denn? Außerdem nimmt doch niemand Schaden daran oder? Also was solls…
Plenk: http://de.wikipedia.org/wiki/Plenk
August 21st, 2007 at 10:04
echt schmerzfrei, ich stell mir grad die Email vor:
“Liebe Zanox Affiliate,
einer Eurer größten und umsatzstärksten DSL Vermarkter benutzt ganz böse Sachen. Das ist nicht fair gegenüber anderen Wbmastern, die sowas niemals machen würden.
Würdet ihr ihm bitte die Mitgleidschaft kündigen?
Sicherlich wäre es eine Minute später bei Affili.net, aber die kann ich dann ja auch anschreiben.
Matt Cutts hab ich auch schon informiert, ist ist ja auch immer gegen böse Sachen und hilft mir bestimmt.
Danke,
Euer Aufpasser”
August 21st, 2007 at 12:10
Ich finds insofern ungerecht, da jemand ohne mein Wissen etwas auf meiner Platte ablegt, um an 5 Cent ranzukommen. Aber gut, was einer nicht mitkriegt und nicht weiss…
Es hat auch was mit der Seriosität eines Projekts zu tun: Komm ich in ein Blog rein und mein Browser sagt per Confirm, dass die Website einen Cookie eines Drittanbieters ablegen will, dann bin ich nicht sauer oder so. Nein, ich komm einfach nicht wieder, es gibt genug Menschen, die sich austricksen lassen…
August 21st, 2007 at 14:27
Ich würd’s nicht tun… aber mir isses egal, wenn’s wer anderer macht. Das Anschwärzen find ich unsympathischer als die versteckten iframes.
August 21st, 2007 at 16:47
Es ist eindeutig Betrug. Als Besucher einer Seite wird mir ein Cookie untergejubelt, ohne dass ich den Inhalt des Iframes inkl. Banner oder was auch immer zu sehen bekomme. Ebenso habe ich keinen Banner auf einer Seite geklickt – es gibt also eigentlich keine wirkliche Verkaufsverbindung zwischen dieser Site und einem späteren Kauf. Hier wird an mir als Vermittler zwischen mir und dem Shop verdient, obwohl diese Konstellation nicht stattgefunden hat. Das stört mich schon. Wenn ich auf einer Seite einem Banner/Link folge und dann einen Kauf tätige ist mir bewußt, dass hier eine Provision für die Vermittlung fließt, die ich aktiv akzeptiere.
Für andere Webmaster ist es ebenfalls Betrug. Wenn ich über ein Banner/Link auf die Seite des Shop gegangen bin und aber nicht gleich, sondern erst nach ein paar Stunden den Kauf tätige, so sollte eigentlich immer noch der erste Webmaster die Provision erhalten, er hat mich schließlich zu dem Angebot geführt. Webmaster, die die Cookies blind setzen, überschreiben den aktuellen Cookie und betrügen damit den ersten Webmaster um sein gerechtes Einkommen.
Die Argumentation “keiner merkts” und “mir egal” können nicht gelten. Mit diesen Aktionen bringt Ihr die Leute dazu einfach garkeine Cookies mehr zu akzeptieren – dann zählt nur noch der direkte Klick. Letztendlich macht Ihr Euch selbst den Affiliate-Markt kaputt. Sites, die offen arbeiten und wirkliche Klicks erzeugen werden auch in Zukunft Umsätze generieren – vielleicht auf anderem Wege. Wer betrügt wird früher oder später von den Affiliate-Systemen ausgeschlossen werden, da auch diese ein Interesse daran haben, dass Ihre Anbieter seriös arbeiten.
August 21st, 2007 at 17:03
mmhhhh…. Betrug halte ich für etwas übertrieben. Wenn der Frame komplett unsichtbar ist, halte ich es für grenzwertig. Wenn es aber in einer Konstellation wie bei der besagten DSL-Seite stattfindet, kann man dem Betreiber bei weitem keine betrügerischen Absichte unterstellen.
August 21st, 2007 at 18:00
Danke Olaf. Wenigstens einer kapiert um was es hier geht. Cookie Spam wird genauso zum Ende von Affiliate Cookies führen wie Emailspam den Newsletter in die Bedeutungslosigkeit verbannt hat.
Aber Spam scheint ja unter diversen SEOs hier akzeptiert zu sein. Diese SEOs müssen erst noch alle auf die harte Tour lernen, dass Spam immer nur mittelfristig funktioniert.
November 16th, 2007 at 03:36
Alter Trick?
Naja, ich kannte das noch nicht und der StiNo-Surfer käme noch nichtmal auf die Idee..
Richtig finde ich es aber auf keine Fall.
Dezember 21st, 2007 at 03:18
Das Thema ist doch gar nicht so heiss.Es wird doch schon seit Jahren von grossen Programmanbieter “last Cookie win” betrieben.Genau aus dem Grunde,eine gewisse Fairness dem Webseitenbetreiber zu bieten,wo der tatsächliche Umsatz auch getätigt wurde.
Januar 25th, 2008 at 20:16
@Sebastian
“wie Emailspam den Newsletter in die Bedeutungslosigkeit verbannt hat.”
LOL, der war gut. Du scheinst dich auszukennen. Ich habe auf meinen Seiten immer noch TKPs für den eMail-Versand, die im mittleren bis hohen zweistelligen Bereich sind. Zielgruppenrelevanz heißt das Zauberwort. Auch Werbebuchungen in Newslettern erfreuen sich großer Beliebtheit. Falls deine Newsletter in die Bedeutungslosigkeit verbannt sind, dann machst du wohl etwas falsch und die Newsletter haben wohl wenig brauchbaren Inhalt. Sowas landet bei mir dann auch im Spam.
April 8th, 2008 at 10:52
[...] es in dieser Aktion wirklich um Cookie Stuffing ging wage ich zu bezweifeln. In meinen Augen war es lediglich Teil einer kleinen Bashingkampagne [...]
April 3rd, 2009 at 11:01
Ist ehrlich gesagt ein klein wenig schockierend, die einzelnen Meinungen hier zu lesen. …Ist “indirekt” Betrug, ..”was soll´s..” “egal”… “schadet doch keinem”… oder so ähnlich.
Ein klein bisschen hört sich das so an, wie dass man Autos ruhig klauen könne, die Versicherung zahlt es ja und so kommt keiner zu Schaden. Hallo?
Heftig. Es ist ganz glasklar und ohne jeden Spielraum kriminell. Man erbringt keinerlei (!) echte Vermittlungsleistung und erschleicht sich Provision von einem Händler, die der eigentlich nicht zu zahlen bräuchte. Man betrügt damit den Händler. Das ist identisch mit Ladendiebstahl – nichts anderes. Die Tatsache, dass das im Netz statt findet und man nichts greifbares in die Tasche steckt, macht juristisch keinerlei Unterschied.
Dessen sollte sich jeder Cookie-Spreader bewußt sein. Und seine erschlichenen Provisionen sollte er tunlichst sparen und nicht zu viel davon ausgeben. Wenn die Firmen, die betrogen werden (jetzt haben die meisten noch keine Ahnung davon) das merken, kommt der Staatsanwalt. Konten offenlegen. Und das ggf. über mehrere Jahre zurück! Am Ende: Das Geld muss zurück gegeben werden, plus Strafe. Da kann ordentlich was zusammenkommen. Je nach Höhe des Betrugs (ich kenne Cookiespreader, die >40.000 € /Monat machen) kann es dann auch eine Vorstrafe oder sogar Knast geben. Wie gesagt, schlichter Betrug und das wird auch so geahndet.
Und ich vermute, viele versteuern ihre Einnahmen noch nicht mal, weil sie meinen, als Schüler oder Student nicht gewerblich tätig zu sein. Dann kommt das Finanzamt noch und DANN ist Polen offen! Die Jungs verstehen da nämlich keinen Spaß und tauchen zur Haussuchung früh um 4 Uhr auf… ;-)
Jeder muss selber wissen war er macht und die Verantwortung tragen. Aber hier krimminelle Tätigkeiten zu beschönigen und runter zu spielen, kann andere animieren , das arglos nachmachen zu wollen.
April 3rd, 2009 at 12:14
Kann mich der letzten Meinung nur anschliessen.
Allerdings muss hinzugefügt werden, das die Affiliate Programme das Cookie Stuffing auch nicht sonderlich sanktionieren. Wenn sie es überhaupt näher prüfen.
Aus eigener Erfahrung weiss ich nämlich, das da auch nicht immer die “Super-Checker” am Start sind. ;-)
Und: angeblich sollen jetzt sogar einzelne Advertiser sogar auf Stuffing drängen.
Wobei ich mich dann frage, was denen das bringen soll, deshalb halte ichs für ein Gerücht. Obwohl die Quelle vertrauenswürdig ist.
Juni 13th, 2009 at 08:42
@Joey
Wieso einige Advertiser auf diese Art der Werbung drängen ist oft auf firmeninterne Situationen zurück zu führen.
Als Beispiel, dein Chef beauftragt dich eine neue Vermarktungsstrategie zu etablieren. Weil alles andere bereits ausgelutscht ist entscheidest du dich ein Affiliate System zu erstellen und beispielsweise über affili oder zanox zu publishen. Jetzt wartest du einige Zeit und die Erfolge werden je nach gebotener Vergütung mäßig sein und dann nähert sich noch die Präsentation in der du dem Chef den Erfolg deiner Kampagne großartig darbieten sollst. So jetzt du die Möglichkeit zu sagen Mist, es wird nichts oder du sagst deinen Werbepartnern sie sollen doch ruhig mal auf Spreading setzen.
Der Effekt wird sein das die plötzlich mehr Affiliate Verkäufe hast, da an jeder Ecke dein Cookie wartet. ;)
Der Nutzen für die Firma ist eher mäßig, da du diese Kunden ja nicht gewonnen hast, du hast nur bestehende Kunden und Gelegenheitskunden die sowieso bestellt hätten in dein Affiliate System eingebucht.
Und schon stehst du vor dem Chef als “Held” da, weil du deine Verkäufe so schön steigern konntest. 90% aller leitenden Personen werden niemals erahnen das dein System nur zu zusätzlichen Kosten für die Vermittlung geführt hatten, da sie das System hinter Cookie Spreading nicht verstehen können.
März 19th, 2010 at 14:37
Frage: Nennt sich dieser Vorgang “CookieSpamming” oder Cookie Dropping”? Grüße von Beate
August 3rd, 2010 at 20:43
Das keine Leistung erbracht wird bei Cookie Spreading/Stuffing ist nicht immer richtig.
Dazu ein fiktives Beispiel: Ich binde Werbung eines Merchant bei mir auf der Seite ein. So mache ich zunächst kostenlos Werbung für den Merchant. Der Name des Merchant brennt sich in die Köpfe meiner Besucher ein, ohne dass der Merchant mir nur einen Cent dafür bezahlt hat. Später erinnern sich die Besucher vielleicht an den Merchant und suchen ihn über Google und bestellen etwas. Wieder bekomme ich keinen Cent, obwohl ja schon eine geistige/werbepsychische Verbindung zum Merchant vorhanden ist. Ungerecht!
Daher entscheide ich mich zusätzlich Cookie Stuffing neben den schon eingesetzten Banner des Merchant einzusetzen.
Betrug!
Nur hier gibt es eigentlich keinen Unterschied mehr zwischen Post View und Cookie Stuffing, ausser dass der Merchant das eigentlich nicht will. Aber gerechter wäre es schon…
Januar 18th, 2011 at 16:25
Das Ziel sollte es deshalb sein, nicht einen Cookie auf der Website zu “hinterlegen”, sondern genau den, der dann auch die Kaufentscheidung bzw. CVR auslöst.
Mai 27th, 2011 at 09:41
alles halb so wild, ich gebe dir recht.
wird alles viel zu überbewertet.
wenn man die geschichte der iframes nicht übertreibt und dutzemnde seiten nachladen lässt, ist doch alles in ordnung.
ein finanzieller schaden tritt nichgt ein und petzen gehören angeprangert
beste grüße
daniel
Juli 27th, 2011 at 18:33
Es gibt immer zwei Seiten, die bösen Cookie-Fälscher andererseits aber auch die Anbieter welche die Cookie-Laufzeit immer kürzer gestalten – bestes Beispiel ist Amazon, wo die Laufzeit nur 24h beträgt.
Ich betreibe mehrere Communities, wo die Stammuser die Community unterstützen wollen und über die entsprechenden Amazon-Links bestellen. Oft aber den Vorgang unterbrechen und doch erst einen Tag später bestellen. Durch sowas entgehen einem echte REALE Einnahmen für die man auch geworben hat.
Daher wäre es interessant ob es bei Amazon irgendwo Ausschlussklauseln gibt, welche Cookie Spreading verbieten. Hab da spontan nix gefunden.