Heute gibt es mal ein aktuelles Beispiel in Sachen Guerilla Marketing. Damit ist keinesfalls ein Gorilla mit Bauchladen oder die Toyota Werbung aus den frühen 90er Jahren gemeint sondern unfreiwilliges Guerilla Marketing, das erreichen von ungewöhnlich hohem Aufsehen durch ungewöhnlich kleine und vor allem außergewöhnliche Mittel.
In Nordrhein-Westfalen wird vor allem in kleinen Dörfern und Gemeinden jährlich der Brauch des Schützenfestes zelebriert. So auch im von 150 Einwohnern bewohnten Dorf Hoinkhausen. Soweit ist das alles recht unspektakulär. Würde es nicht zwei Vereinsmitglieder geben welche zum diesjährigen Fest das Plakat ganz nach ihrem Geschmack gestaltet haben. Auf dem Plakat sieht man meiner Meinung nach auch nichts wirklich anstößiges, lediglich eine Frau mit Schützenfestuniform. Naja, okay, man sollte dazu sagen das eben diese unter der Uniform nicht wirklich viel trägt, in Nahaufnahme ohne lästige Körperteile wie Kopf etc. fotografiert wurde und ein gar nicht so schlecht aussehendes Dekolleté ihr eigen nennt. Aber nun genug der Nebensächlichkeiten. Alles in allem ist das Plakat mehr als gelungen.
In kleinen Dörfern liegt der Altersdurchschnitt der Bevölkerung nur knapp unter dem IQ des Durchsschnittsdeutschen. Wer nun 1 & 1 zusammenzählt wird erkennen das Ärger naht. Naja, nach einer außerordentlichen Vorstands Sitzung bekam auch die ein oder andere regionale Zeitungsredaktion etwas davon mit.
Hier aber erstmal ein Bild des schmuddeligen Skandals
Nach den ersten Zeitungsartikeln zum Hoinkhausener Nippelgate-Skandal macht der Besucherzähler der Webseite Überstunden, das Gästebuch braucht Personenschutz und die Anrufe diverser Zeitungsredaktionen häufen sich.
Ich frage mich wie ein Schützenfest, eigentlich eine vom Aussterben bedrohte Unterart der Gattung Feierlichkeiten, in einem 150 Einwohner Örtchen mehr Aufmerksamkeit hätte erregen könnte?

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