Ich denke der Film Borat von Sacha Baron Cohen spaltet die Gemüter. Ich habe mich gestern in das örtliche Lichtspielhaus bewegt um mir das Stück Weltgeschichte zu Gemüte zu führen. Ich bin begeistert, selten habe ich so eine geballte Ladung Humor auf mich einrieseln lassen. Sämtliche Anzeigen gegen 20th Century Fox und Borat alias Sacha Baron Cohen alias Ali G. halte ich für maßlos übertrieben. Da der Schauspieler selber praktizierender Jude ist finde ich seine Leistung enorm. Ein Film der komplett auf Klischees und Vorurteile aufbaut und den Zuschauer ganz nebenbei auf hervorragende Ideen bringt. Wer hat nicht schon mal von einem Hochzeitssack geträumt? ;) Ob die Szenen wirklich nicht geplant wurden und die vermeintlichen Interviewpartner nicht auch Schauspieler waren kann ich selbstverständlich nicht sagen. Wenn es wirklich alles improvisiert war kann ich nur sagen “Hut ab“.
Selbstverständlich war von Anfang an damit zu rechnen das sich sämtliche beteiligten Länder aufregen, aber was solls?
Das sich ein Land wie Kasachstan beschwert halte ich für okay, aber sonderlich schlimm halte ich das was auf dem Land zurückbleibt nicht wirklich. Eher das Gegenteil. Man sollte direkt eine Werbekampagne für den Tourismus in Kasachstan anhängen und auf der Welle mitreiten.
Wenn ein Land wie Deutschland in amerikanischen Filmen wie “Dodgeball” durch den Kakao gezogen wird, indem man David Hasselhoff als Trainer der deutschen Dodgeball Teams mit dem Namen “Team Blitzkrieg” einsetzt, ist es auch für alle beteiligten okay.
Die US und A haben meiner Meinung nach den geringsten Grund sich aufzuregen. Die als so schlimm deklarierten Aussagen kamen alle von Amerikanern. Wenn auch ihnen stellenweise ein falscher Grund für die Kamera am Rande des Geschehens mitgeteilt wurde, sollte dies keinen Unterschied bei den von ihnen getätigten Aussagen machen.
Alle die mit dem Filmtitel Borat nicht kennen, denen rate ich den unten angehängten Trailer an.

März 12th, 2007 at 02:08
Ist schon so, lustig ist der Film, dennoch hatte ich hinterher ein schales Gefühl. Hätte man nicht mehr draus machen können als nur eine Gag-Abfolge. Die Reaktionen sind ja manchmal unfassbar. Kann man das so stehen lassen? Irgendwie fügt sich das Ganze nicht zu einer Erkenntnis. Ich habe gelacht, ja, aber eine neue Idee hat mir der Film nicht vermittelt. Und hat nicht Hape Kerkeling so etwas Ähnliches schon vor Jahre in deutschen Fußgängerzonen vorexerziert?